Klimawandel bedroht Robben

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Der Klimawandel bedroht unsere Ozeane und viele der darin lebenden Arten. 

Robben teilen sich während ihres Lebenszyklus die Meeres- und die Landumwelt und sind daher von Veränderungen in beiden Umgebungen betroffen. Tatsächlich sind weder die seltensten aber auch nicht die häufigsten Robbenarten von der Klimabedrohung verschont. Wissen Sie, warum?

Einige der Faktoren, die sich wahrscheinlich auf diese Arten auswirken, sind:

  • In den letzten 50 Jahren haben Veränderungen im Wettergeschehen zu einer Zunahme von Extremereignissen wie Hitzewellen, Stürmen oder stärkeren Niederschlägen geführt. Diese Ereignisse können Folgen für diese Arten haben, die zwischen dem Meer und dem Land leben. Während der Temperaturanstieg für einige Arten von Vorteil sein kann, können extreme Wetterereignisse die Thermoregulation beeinträchtigen und in kälteren Gebieten zu Wärmeverlust oder zu einer Überhitzung von Jungtieren in wärmeren Gebieten führen.
by Marcel Burkhard
  • Der Klimawandel kann dazu führen, dass viele der Ruhegebiete verschwinden, entweder durch Überschwemmungen oder durch das Abschmelzen von Gletschern oder Frostzonen, die sie zum Ausruhen, zur Paarung oder zur Fortpflanzung nutzen. Eine Verkleinerung der Lebensräume wird zusätzlich zu einer verstärkten Konkurrenz zwischen den Robbenarten mit ähnlichen Ressourcenansprüchen führen.
by Charles J Sharp
  • Der Klimawandel kann auch zu weitreichenden Veränderungen in der Verfügbarkeit von Beutetieren und zu einer verstärkten interspezifischen Konkurrenz mit anderen Arten führen, was das Überleben oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt. In Ermangelung von Beutetieren produzieren die Mütter möglicherweise nicht genügend Milch, was das erfolgreiche Überleben des Nachwuchses beeinträchtigt. In der Tat sterben die meisten Nachkommen an Ernährungsmangel.
by Ingi Finnson
  • Steigende Meerestemperaturen oder veränderte Strömungen können die Biotransformation von Schadstoffen begünstigen, so dass sie viel leichter zugänglich werden und in das Nahrungsnetz gelangen.
  • Der Klimawandel begünstigt Verschiebungen im Verbreitungsgebiet von Krankheitserregern, was Veränderungen von Wirts-Parasiten-Dynamiken oder von Lebenszykluen, erhöhte Virulenzen und unvorhersehbare Krankheitsmuster verursavhen kann. Darüber hinaus beeinträchtigt der klimabedingte physiologische Stress in Verbindung mit einer erhöhten Exposition gegenüber Umweltschadstoffen die Immunfunktion des Wirts und erhöht somit das Auftreten opportunistischer Krankheiten.
  • Wenn das Meereis abnimmt, werden neue Schifffahrtsrouten eingerichtet, gleichzeitig nimmt die Zugänglichkeit abgelegener Gebiete zu, was zu einer Zunahme des Schiffs- und Personenverkehrs führt. Dies führt zu einer verstärkten Lärmbelästigung, chemischen oder biologischen Verschmutzung.
by Nels Israelson

Diese Arten sind außerdem mit zahlreichen anthropogenen Stressfaktoren konfrontiert, die sich negativ auf einige Robbenpopulationen und -arten auswirken können. Die Bemühungen müssen mit einem räumlich expliziten Managementansatz koordiniert werden, der populationsspezifische Reaktionen auf bekannte Stressoren einschließt.

Die meisten Robbenarten in Europa kommen in nördlichen Breitengraden vor, an den deutschen Küsten sind der Seehund und die Kegelrobbe permanent vorhanden. Einige andere Arten kommen nur sehr sporadisch vor.

Normalerweise verirren sich die in der östlichen Ostsse lebenden Ringelrobben nicht an deutsche Küsten.

by Melina Marcou

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