Übersicht

Ist das Projekt „MammalNet“ für ein umfassendes Säugetiermonitoring in ganz Europa geeignet?
Diese Fragestellung soll nach der Pilotphase geklärt sein. Welche Vorteile hat die Unterstützung der Bürger? Welche Probleme können entstehen?
Außerdem möchten wir lernen, wie wir die Datenerhebung verbessern und möglichst viele Teilnehmer zum Mitmachen ermutigen können.

Was ist Citizen Science?

Die europäische Kommission definiert „Citizen Science“ als die Teilnahme der Öffentlichkeit an wissenschaftlichen Aktivitäten. Bürger*innen stellen ihr Wissen und ihr Engagement zur Verfügung, um naturwissenschaftliche Projekte voranzutreiben und zu unterstützen. Eigene Erfahrungen werden mit den gesammelten naturwissenschaftlichen Daten kombiniert, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Auf diese Weise hat „Citizen Science“ einen doppelten Nutzen: Die freiwilligen Helfer erweitern ihr Wissen, erlernen neue Fähigkeiten und erhalten ein besseres Verständnis der wissenschaftlichen Arbeitsweise. Die Wissenschaft und die Gesellschaft können die neuen Erkenntnisse miteinander teilen und anschließend der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Warum?

Die Beiträge beider Parteien liefern ein Fundament, um faktenbasierte Entscheidungen hinsichtlich unserer Tierwelt zu treffen.

Naturwissenschaft: Die neuen Erkenntnisse dienen einem besseren Verständnis der Probleme der Tierwelt und der Biodiversität. 

Naturschutz: Fördert die Datenerhebung und die Forschung zum Schutze der europäischen Wildnis.

Management: Fördert die Zusammenarbeit und faktengestützte Erkenntnisse, um die natürlichen Ressourcen und potenzielle Risiken zu erkennen und zu managen.

Bürger: Ein besseres Verständnis der wissenschaftlichen Methoden wird gebildet. Zusätzlich wird das Wissen über die Biodiversität erweitert.  

Wer kann helfen?

Die Bürgerwissenschaft (Citizen Science) ist für jeden zugänglich, egal ob Experte oder Laie. Jeder einzelne kann auf seine Weise das Projekt voranbringen. Scheuen Sie sich nicht, es einfach mal auszuprobieren.

Was zeichnet das Projekt aus?

Wir haben die Pilotphase bereits in vier Ländern begonnen. Weitere sind in Planung.

1) Archivierung von Kamerafallenfotos und anderen Aufnahmen durch Naturwissenschaftler, Umweltexperten oder Wildlifemanager. Egal ob Anfänger oder Profi.

2) Förderung des Citizen Science Netzwerkes durch kostenlose Online Kurse (MOOC) und Sammlung von Monitoringaufnahmen

Wie kann man helfen?

Sie können uns unterstützen indem Sie MammalNet über Ihr Social Media, in Zeitungen, Vorlesungen und Veranstaltungen teilen.

Wir haben drei Apps entwickelt, damit Sie uns helfen können hochqualitative Daten zu sammeln: iMammalia, MammalWeb und AGOUTI. Diese können Sie kostenlos herunterladen. Wir sind außerdem sehr an der Zusammenarbeit mit anderen Apps und Projekten interessiert (z.B. TRAPPER/Observation/ANDERE), die unsere Ziele teilen. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Wann?

Erste Phase (Pilotphase) / Oktober 2019

  • Veröffentlichung des MammalNet Projektes.
  • Zusammenkunft von interessierten naturwissenschaftlichen Gruppen oder potenziellen Teilnehmern.
  • Die Teilnahme der Bürger und somit der Beginn der Datenerhebung beginnt in vier Pilotländern: Spanien, Deutschland, Polen und Kroatien.

Erweiterungsphase (Botschafter) / Mai 2020:

  • Weitere europäische Länder wurden eingeladen an dem Projekt teilzunehmen.
  • Juli 2020: Pressekonferenz um eine Bilanz aus den Ergebnissen zu erziehen.

Mai 2021:

  • Finale Bilanz aus den Ergebnissen

Die spezifischen Ziele sind:

  • To engage citizen scientists in collecting data on geographic distribution and abundance of mammals in Europe using modern Information Technology (IT) systems, such as web-platform, tablets, smartphones or other devices.
  • To implement and promote metadata standards to support data sharing among CS projects on wild animal monitoring and data interoperability with open repositories, as GBIF, taking into account existing standards.
  • To propose and implement a method to assess the quality of data collected by citizen scientists on geographic distribution and abundance of wild boar population and to compare them with professionally collected data
  • To assess the feasibility of applying CS in monitoring wild animals at European scale, and to provide insight on potential limitations, advantages and added values, and best practices fostering data quality and participation.